Willkommen

Sieben Musiker und Sängerinnen aus unterschiedlichen christlichen Gemeinden und Kirchen in Esslingen und Umgebung bereichern Ihre Gemeindeveranstaltung mit populärer christlicher Musik. Auf dieser Internetseite erfahren Sie alles Wissenswerte.

alles!=anders

Mütend ist das neue Kollektivgefühl. Die Menschen sind müde und wütend zugleich, nicht mehr nur pandemüde, sondern jetzt auch erzürnt: über Salami-Lockdowns, Verlängerungsverlängerungen, Dochnichtruhetage, Geistergastronomie, Beherbergungsverbot, föderale Extrawurst und politischen Eiertanz. Die unüberwundene Pandemie weckt in uns ungekannte Mattgefühle wie Coronakater, Hoffnungsunlust und Weltschmerzdunkel, dass selbst der letzte Optimistfink verschnupft ist. Und Zorn: auf Nacktnasen und Wirrologen, dass uns an Coronachten keine Reise ins Warme gegönnt war, sondern Holistay – Urlaub zu Hause. Statt Trikini (Bikini mit passender Maske) am Strand, Quarantini-Cocktail zu Hause auf dem Sofa, stellvertretend für all die pandemiesen Dinge, die da noch sind. Man ist übermüpfig und overzoomed, hat Langeeile, Krisenfrise und Coronabody. Man blickt sehnsuchend und müderfordert einer Umarmung in der Nach-Corona-Welt entgegen oder doch nur wieder auf seine Warnapp oder den R-Wert und hofft, bald aus dieser Coronarkose zu erwachen… Die Jünger Jesu sind längst wieder mit Frust und Lust im Alltag versunken. Der aufer­stan­dene Christus war ihnen begegnet, hatte sie bestärkt und begeistert. Aber schon ein paar Tage später ist der Zauber verflogen. Irgendwie muss das Überleben ja weitergehen. „Ich will fischen gehen!“ Petrus ist mütend, hält die Spannung nicht mehr aus. Doch Nichts fangen die Jünger in dieser Nacht. Da muss man durch. Zähne zusam­menbeißen. So ist es eben in dieser Welt, daran gewöhnt man sich. Dass die einen immer reicher werden und den anderen das Nö­tige zum Leben fehlt? Dass Kinder aus armen Verhältnissen schlechtere Aussichten haben als solche aus wohlhaben­deren Fami­lien? Dass Gewalt schon zur neuen Normalität gehört? Auch ich bin mütend. Dann ein Ruf, ein Fremder, vom Ufer her: „Habt ihr nichts, was euch satt macht nach der langen vergeblichen Nacht, in der Leere und Trostlosigkeit eures All­tags, in den erfolgslosen Versuchen, ihm einen Sinn ab­zugewinnen?“ Es ist Jesus. Er weiß um die Resignation, die sich in unseren Herzen einge­nistet hat, blickt tief hinein und weiß, dass wir uns das alles an­ders wünschen. Nein, wir haben nichts, außer Anspannung, Angst, Erschöpfung. Fliehen oder Dagegenhalten? Ein aktives Zutun scheint kaum möglich. „Werft das Netz aus zur Rechten des Bootes, so werdet ihr finden“, sagt er. Lassen wir Zweifel nicht das letzte Wort haben. Auf Jesu Wort hin füllt sich das Netz der Fischer überbordend. Sein Wort wendet das Leben, erfüllt die Her­zen, gibt Glauben und Vertrauen auch im scheinbar Unmöglichen zurück. Sein Wort, ein wirksames Vakzin – gestern und heute…

-Stefan Harrer-

alles anders +/-

Ohne ein Lächeln bist du nie angezogen. Aber aus was ziehen wir Freude dieser Tage in dieser seltsamen Zeit aufgespannt zwischen Rückblick und Ausblick, zwischen dem, was mich trägt und dem, was mich in die Zukunft zieht? Was spricht die Anamnese unsers Lächeln dieser Tage im Hoch- und Tiefbau des Lebens? Der Welttag des Glücks am 20.3.2021 liegt hinter uns und die Ministerin für Glück und Wohlbefinden meint, dass die Deutschen eher unglücklich sind, zu viel arbeiten, zu viel auf Geld und Status schauen und dabei zu oft vergessen, was wirklich zähle. Vielmehr will sie uns zum Nachdenken anschubsen: wie leben wir in einer Welt von Morgen? Leben, um zu arbeiten? Weniger konsumieren und mehr genießen? Oder sind es die kleinen Dinge im Leben, auf die es ankommt und die man aufmerksamer wahrnehmen sollte? Ein wunderbares Kleinod in diesem Kontext finde ich das Wort „hoffnungsfroh“. Hoffnung kommt übrigens von Hüpfen, Hopsen. So wie Kinder eben hüpfen, wenn ihre Hoffnung im Herzen untrennbar verbunden ist mit der Freude auf das, was sie erwarten. Hoffnungsfroh – das ist eine Lebens- oder eben Glaubenshaltung, die sich von Geschichten nährt, nicht von logischen Erklärungen oder philosophischen Theorien. Und eine solche Geschichte handelt von Noah. Ja, die mit den Tieren und dem Schiff, die wir als Kinder schon liebten. Dann kommt er, der Regen, 40 Tage und Nächte am Stück, auf der ganzen Welt. Wasser bis zum Hals alias die Sintflut, die vieles aus dem alten Leben weggespült, viele Wünsche zerplatzen und Träume untergehen lässt. Doch wird es eine Zukunft geben, irgendeine Form von Rettung. Aber was würde das sein? Noah schickt Tauben los, um Ausschau zu halten nach dem, was uns trägt und woraufhin wir leben. Und am Ende der Geschichte unserer Sintflut gibt es einen optischen Hoffnungstusch: einen Regenbogen, das Hoffnungszeichen schlechthin, prall bunt, einmal die ganze Farbpalette ins große Blau gepinselt. So wunderschön geht es im Himmel zu, ein Hoffnungsanker für der Zukunft. Apropos: Jesus Christus selbst hat sich mit Noah verglichen. Dieser Vergleich macht deutlich: es gibt Hoffnung in ihm auf Rettung. Vergessen wir das nie und gerade jetzt nicht, diesen frohen Unterton der Hoffnung auch weiterzutragen. Also, ich hüpf schon mal los…

-Stefan Harrer-

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alles anders?

Ein Hoffnungsstreifen am Horizont: unser Hairport macht bald wieder auf und auch sonst zeigen die Indizes in Richtung Lockerung. Trotzdem keimt in uns die Erkenntnis, unser Leben wird niemals mehr so sein wie einst, weil wir durch mannigfaltige Beschränkung gezwungen waren, vieles das lebensnotwendig und unverzichtbar schien, neu zu bewerten und zu beleuchten. Wollen wir also wirklich wieder auf überfüllte Rockkonzerte, wo alte Männer laut lärmend alte Lieder spielen, die jeder schon kennt? Wollen wir die mühsam auf Enthaltsamkeit getrimmten Jugendlichen wieder auf die Öffentlichkeit loslassen, wo sie sich gerade an eine verpixelte Homeschoolingrealität gewöhnt haben? Wollen wir wieder überbordende Volksfeste maßloser Schluckimpfung schunkelselig feiern? Wollen wir wieder in ein volles Kino, eingeklemmt zwischen Fremden und hinter einem baumlangen, ganzkörpertätowierten Typ, der lautstark mampfend das Krustimeter zum Vollausschlag bringt? Wollen wir uns in einer vom Luftdruck zusammengepressten Metallröhre durch den Himmel schießen lassen, in der die Plätze für Menschen mit nur einer Gesäßhälfte gemacht sind, um beim Landen zu klatschen, als wäre Überleben nicht im Flugpreis inbegriffen? Ich denke wir wollen es, weil wir Menschen so sind, übergriffige, mitunter zu Distanzlosigkeit neigende, leicht zu laute Lebewesen, die oft nicht ohne einander und miteinander können. Dennoch sollten wir das Momentum der Pandemie nicht verpuffen lassen, unser Leben zu entrümpeln, zu verändern, zu hinterfragen: soll alles so bleiben oder kann etwas weg? Vor über 2000 Jahren sandte Gott seinen Sohn in diese Welt, um uns bei dieser Sinnfrage zu helfen, als Zeichen seiner Liebe für uns bruchstückhafte Menschen, um uns lohnendes Leben vorzuleben, das nach Hause führt. Vielen Menschen bleibt es heute ein Rätsel, wie jemand in der aufgeklärten Zeit noch an Gott glauben kann und finden doch selber keine Stillung ihrer inneren Sehnsuchtsstürme: das Verlangen nach Freiheit, nach Seelenfrieden, nach Vergebung. Auch die engsten Freunde von Jesus konnten diese Frage erst nach vielen tiefgreifenden Erlebnissen und so gewonnener Gewissheit beantworten, dass Jesus den Menschen Vergebung, Rettung, Heil und Frieden und den Zugang zu Gott schenken kann. Probieren wir es aus in den nächsten 40 Wegetagen Richtung Ostern und entdecken dabei ganz neu: bei Anruf Gott….

-Stefan Harrer-

Auf ein Wort: #Neulich…locking down & looking up

So, langsam werde ich auf meine Mülltonne neidisch. Gefühlt war sie zuletzt deutlich länger draußen als ich. Wenn schon Lockdown, dann wäre doch ein kollektiver Winterschlaf eine Verschärfung mit der wir alle leben könnten, oder? Stattdessen hat gerade mein Kühlschrank wieder abschätzig mit den Augen gerollt und gegrummelt: Du schon wieder? Zu Beginn des Lockdowns hatte ich mir vorgenommen, dass jeder Gang in die Küche mich 10 Liegestütze kostet. Tja, jetzt steht der Kühlschrank im Wohnzimmer. Dazu habe ich heute schon dreimal geschlafen und sechsmal gegessen und es ist immer noch heute. Dafür bin ich froh, den Lockdown mit meinen 5 Freunden verbringen zu können: Herdbert, Kühlfrank, Mirkowelle, Müllreiner und Toasten. Ein Panda isst ja auch durchschnittlich 12 Stunden am Tag. Wahrscheinlich heißt es deswegen Pandemie. Und wenn jemand wissen will, wie lange ich schon in Lockdown und Homeoffice bin? 6 Kilo. Da liegt 2021 nun vor uns und wir sind gespannt, wie dieser Film laufen wird. 2020 hatte ja den Untertitel: „Rotwein im Müsli schmeckt gar nicht mal so schlecht“. Die 5 Euro für den Jahresplaner 2020 waren ja auch eine Fehlinvestition. Was haben wir uns also für 2021 vorgenommen? Z.B. die Welt retten (geht ja gerade recht einfach indem wir Zuhause vor dem Fernseher sitzen). Oder Menschen in Not helfen, z.B. als ehrenamtlicher Pizzabote. Oder mehr Wonne und Frohsinn. So ein ansteckendes Lachen wäre echt mal wieder Top. Oder einfach nur Ruhe bewahren. Ich habe das Thema vorhin mit meiner Mikrowelle und dem Toaster besprochen. Wir sind uns einig, dass wir nicht mehr mit der Waschmaschine reden. Die verdreht immer alles. Egal was wir uns im 2. Corona-Jahr vorgenommen haben: bleiben wir realistisch, flexibel, rechnen wir mit Umwegen, helfen wir einander oder hören wir einfach nur mal zu: auf unseren Körper, unsere Instinkte unseren Verstand, unsere Träume. Oder auf Gott: statt all die Probleme in Eigenregie zu lösen, fragen wir Gott, was wir tun sollen. Mit einem Gebet kann unser Leben wieder eine ganz neue Belebung erfahren, denn Gott redet heute immer noch. Wir müssen keinen Tag unseres Lebens mehr verunsichert sein oder uns alleine fühlen. Gott möchte uns Zuversicht und Kraft schenken. Und er wird antworten, weil er mit uns reden möchte aus seinem Wunsch heraus nach einer tiefen Beziehung mit uns: „Wende dich an mich und ich werde dir antworten! Ich werde dir große Dinge zeigen, von denen du nichts weißt und auch nichts wissen kannst.“ Also bleiben wir also 2021 trotz Lockdown in Verbindung mit uns, mit anderen und Gott. Gute Kommunikation beginnt bei mir zu Hause: „heute besuche ich mich…mal sehen ob ich zuhause bin” (Karl Valentin)…

-Stefan Harrer-

Auf ein Wort: Meine himmlische Cafeteria

Wow. Ich bin begeistert. Ich komme aus einer Zeit, da konnte man in einem Cafe nur eine Tasse Kaffee bestellen, auf der Terrasse gar nur Kännchen. Und hier kann ich u.a. wählen zwischen einem Espresso Marocchino im Henkelgläschen, Caffè Shakerato mit Amaretto-Aroma oder einem Frappuccino mit einem extra Schlag Schlagsahne. Solch Auswahl würden wir auch gerne für unser Leben wollen, stimmt‘s? Einen Vergnügungsmokka mit einer Extraportion Luxus ohne Nebenwirkungen. Einen Glücks-Latte-Macchiato mit einem Keks Liebe und als Topping einen Altersruhesitz auf Mallorca, bitte. Das Leben liefert allerdings oft anders und uns beschleicht manchmal das Gefühl, der Mann hinter der himmlischen Cafetheke hat unsere Bestellung nicht richtig verstanden. Statt eines beschaulichen Familienglücks liefert er für ein junges Paar ein Flüchtlingsdrama in Zeiten eines allgemeinen Beherbergungslockdowns mit einem Stall als Zuhause für ihre Zukunft. Statt Anerkennung für einen Knochenjob als Hirte nur Verachtung, Geringschätzung, Naserümpfen. Statt Instant-Rettung ein lebenslanges Warten. Statt wissenschaftlicher Erkenntnis eine beschwerliche Sternfahrt zu einem Neugeborenen. Und bei uns? Statt eines schönen Lebensabends Frührente mit Eheproblemen, Krankheit und Geldentwertung? Statt Uni-Abschluss und danach Familienglück hier schon mal die Kinder vorab und eine Extraportion Stress? Und wer bitte hat dieses Corona-Gebräu bestellt? Empört blicke ich auf – in die unendlich liebevolle Tiefe der Augen des Kaffeehausbesitzers hinterm Tresen und finde dort – Frieden. Es ist so als wolle er mir sagen: ich habe dich im Blick, für immer schon, ich kenne deinen Ein- und Ausgang, all deine dunklen Tage, an denen Kaffee das Einzige war, was lief. Nichts geht an mir vorbei, ohne dass ich es weiß. Mach dich locker, denn das Leben ist lebendig, das Leben ist Veränderung. Und wenn du mich lässt, will ich dich verändern, um durch dich die Welt zu verändern. Ich habe aus Fischern Anführer gemacht, aus Hirten Könige, Gelehrte zu wahren Sehenden. Sollte ich nicht um eine erfüllende Lebensaufgabe für dich wissen? Während du meinst, ich schlafe vielleicht oder sei taub, bin ich am Werk, die richtigen Türen für dich zu öffnen und zu schließen, spätestens immer rechtzeitig. Könnte es sein, dass deine Wunschliste viel weniger Lebensglück bedeutet, als du dir erhofft hast? Vertraue mir. Bleibe bei mir. Hier bist du sicher und geborgen. Anders als in den zugigen Korridoren des Lebens oder in der Kälte des Seins… Ruhig lehne ich mich zurück. Ich bin gespannt was morgen sich hinter dem nächsten Adventskalendertürchen meines Lebens auftun wird. Und mein Cappuccino, a divine hug in a mug, schmeckt heute schon himmlisch…

-Stefan Harrer-

Auf ein Wort: Geschenkt!

Schade. Dieses Jahr wird es wohl nichts mit dem besinnlichen Bummel durch friedsame Einkaufspassagen und schneeverträumten Weihnachtsmärkten auf der Suche nach den alljährlichen „wir-schenken-uns-nichts-Geschenken“. Dabei macht Schenken doch Freude und am meisten am Glühweinstand beim Ein- und Nachschenken. Weihnachtsgeschenke haben von jeher dieses prickelnde Etwas, übermittelten sie doch immer eine Botschaft – es fragt sich bloß welche. Bekomme ich ein Fitnessarmband von meiner Frau, will das heißen, du bist ganz schön dick geworden? Bekommt die 18-Jährige Melanie ein Landfrauenkochbuch von Oma, will das heißen, wer will denn immer nur Salat und veganes Zeugs essen? Das Mädchen muss Kochen lernen, bevor es auszieht! Oder bekommt Opa Heinz einen selbstgebastelten Stern vom 8-jährigen Enkel Tim geschenkt, heißt das quasi meine Lehrerin (die übrigens fürs filigrane Finish gesorgt hat) meint, Oldies freut das. Kein Wunder, wenn Opa Heinz dieses Jahr selbstgemalte Bilder seinen Enkeln schenkt, damit die mal sehen wie das ist. O du selige, gezwungen-selbstlose Tauschdarbietung von Vergißmeinnichtsen anerkennenden Gebens und dankbaren Nehmens aus Sympathie, Prestige oder Macht und nicht immer gratis. Egal. Wenn nicht ihm fri-fra-fröhlichen Weihnachtsbummel, dann kaufen wir halt das Internet leer. Denn hier gibt es noch viel krassere Geschenke: ein Holy Toast Brotstempel, eine lebensgroße Spiderkuh, Männerseife Mud Rub, original Tiroler Bergluft in der Zirbendose, ein Wurstseminar inklusive Salamikabeltrommel, ein Kaffeebecher mit Aufdruck „wish you were beer“, ein „Mach-ich-Morgen“-Stempel, Notfallgehirn aus Schokolade, ein Voodoo Messerblock, eine aufblasbare Krone „Königin für einen Tag“, einen Traummann zum Kneten… Ich denke, spätestens jetzt habe wir begriffen, dass die wichtigsten Dinge im Leben nicht Ergebnis eigenen Bemühens, sondern Geschenk sind und dass das, was wir wirklich besitzen, uns geschenkt wurde. Schenken ist ein verklingender Nachhall aus dem Paradies, wo alles Schenken war. Deswegen hat Gott uns neu erklärt, wie Schenken geht: aus Liebe, ohne Bedingungen. Er schenkte uns sein Bestes, sein Liebstes, seinen Sohn, und damit das ewige Leben – Bilder seiner Güte für uns. Nicht etwas, sondern er schenkt sich selbst ganz, denn ein Geschenk, in das wir nicht unser Herz investieren, wäre kein wirkliches Geschenk. Weil wir ihn brauchen. Weil seine Menschen nicht allein sein sollen mit ihren Fragen, ihren Fiaskos und ihrer Sehnsucht nach Leben. Damit wir spüren, dass wir wertvoll, geliebt und beschenkt sind und damit uns so einfällt: das könnte ich auch an andere weitergeben! Machen wir mit, gerade in sozial-distanzierten Zeit globaler Vervirtheit und verschenken wir, was wir sind, um zu entdecken: ein wenig Duft bleibt immer an den Händen derer, die Rosen schenken…

-Stefan Harrer-

Auf ein Wort: Was wäre, wenn?

Was wäre, wenn sich alle Menschen der Erde zueinander stellten, hochsprängen und wieder im selben Moment auf dem Boden aufkämen? Was wäre, wenn wir unendlich weinen müssten, würden wir davon austrocknen? Was wäre, wenn mein Drucker Geld drucken könnte, würde das die Welt verändern? Wenn ich ein Steak aus 250km Höhe abwürfe, würde es gebraten auf der Erde ankommen? Wenn 2 Personen von entgegengesetzten Polen auf einer menschenleeren Erde losliefen, würden sie sich begegnen? Wenn man sich sein ganzes Leben lang alle Küsse aufsparen würde und die ganze Saugkraft in nur in einen Kuss legen würde, wie stark wäre er dann? Wenn plötzlich die Sonne erlösche? Was wäre, wenn… Wir kennen diese Fragen. Unser Leben ist von ihnen durchwirkt. Hypothetische Fragen oder auch ganz reale gerade dieser Tage, nach den letzten Dingen, nach Wahrheit, nach Hoffnung, nach Glauben. Diese Fragen haben für mich jeweils mit einem Kind zu tun. Mit dem Wunder der Geburt meiner Kinder, plötzlich in der Gegenwart einer neuen Seele zu sein, und dieser springflutartige Liebe beim Betrachten dieses winzigen Menschleins in wunderbarer Ganzheit, das es vorher nicht gegeben hat. Oder mit dem Kind, das ein Ehepaar einst hatte und das in deren Swimming Pool ertrank, weil die Mutter ans Telefon ging und der Gitterverschluss des Laufstalls nicht richtig eingerastet war. Das ist unsere Welt und wir kennen nicht alle richtigen Antworten Die gute, greise, etwas gestörte Mutter Natur raunt uns ständig widersprüchliche Botschaften zu und wir müssen damit leben. Wir sind mit dem Sprungbrett Geburt ins Leben abgesprungen und können unsere Landung nicht verschieben. Was wäre, wenn… Diese Frage hat für mich noch mit einem dritten Kind zu tun, diesem himmlischen Kind Jesus, dessen Ankunft wir dieser Tage adventsweise feiern, das alle Herrlichkeit und Macht losgelassen hat, um in einem kleinen Stall als Kind unbedeutender, ärmlicher Eltern zur Welt zu kommen, in einer Handwerkerfamilie aufzuwachsen und später als wohnsitzloser Wanderprediger durch die Lande zu ziehen. Ein Mensch wie wir, um unseretwillen sein Leben loszulassen. Das Flugzeug unseres Lebens wird nicht ewig fliegen und wir alle sitzen drin. Jeder muss springen und erst nach dem Sprung, wird sich weisen, ob wir den richtigen Fallschirm gewählt haben in diesem, unserem Leben, in dem Babys behütet aufwachsen, in dem aber auch Herzen stehen bleiben und Füße ausgleiten. Wo wir uns fragen, wo unser Weg liegt und wo er hinführt. Was wäre, wenn wir uns entschlössen, diesem göttlichen Kind zu vertrauen und seinen Pfaden zu folgen, anstatt gemeinsam hochzuspringen, ein Steak abzuwerfen, Geld zu drucken oder all unser Küsse zu sparen, um die Welt zu bewegen? Wenn Gott nicht existiert, dann ist unser Verlust, dass wir nach Liebe, Gerechtigkeit und Wahrheit gestrebt haben. Aber wenn Gott doch existiert und wir beschließen, ihm nicht zu folgen, dann verlieren wir alles. Wir können nicht das Dunkel durch Dunkelheit vertreiben. Aber es gibt eine kreative Himmelskraft, ein Licht, wenn alle anderen erlöschen, dass unser dunkles Gestern in ein helles Morgen verwandeln kann, um unsere Tränen zu trocknen, um unserer Einsamkeit zu begegnen, uns zu finden. Dort, in jenem Stall, in jener Krippe, seit jener Nacht leuchtet es auf. Was wäre, wenn… wir uns dorthin aufmachten? 

-Stefan Harrer-

Auf ein Wort: #Neulich…am Ende

2020 – dieses Jahr kann man mit drei Worten beschreiben: bitte nicht nochmal. Es fühlt sich irgendwie falsch an, wie ein Computerprogramm, das nicht rund läuft und das man gerne deinstallieren würde, weil es einen Virus hat. So ist wohl dieser Tage keiner auf einen Jahresrückblick erpicht, sondern wir alle sind auf den Ausblick gespannt: was ist, wenn 2021 mit COVID 19 S PRO um die Ecke kommt? Haltet die Welt an, ich will aussteigen! Oder aber im Nachhinein werden wir uns lachend in den Armen liegen über diese verrücktesten 5 Jahre unseres Lebens, in dem sich Paare über die Corona App kennengelernt haben, Corona-Maria und Viruslav die beliebtesten Kindernamen wurden und Hände waschen nun zu unserer neuen Kernkompetenz gehört. Ich möchte Corona jetzt nicht verballhornen, durchleide ich doch auch betroffen diese Krise. Aber vielleicht haben wir im Beipackzettel des Lebens das Kleingedruckte überlesen oder vergessen: endet garantiert tödlich und kann Spuren von Müssen, Blut, Schweiß und Tränen enthalten. Vielleicht müsste schon in jedem Kreissaal bei jeder Geburt ein Advokat stehen und uns zurufen: „Herzlich willkommen in der Welt jenseits der Nabelschnur. Dieses Leben kann in vereinzelten Fällen zum Kontakt mit tödlichen Viren, Einsamkeit, Hungersnot, Abschlussprüfungen oder Herzerkrankungen führen und wird nicht empfohlen für Personen, die diesen Planeten nicht mit Tyrannen, Verkehrsrowdys und antagonistischen Mitmenschen teilen oder Fastfood überleben können.“

Leben, ein gefährliches Unterfangen im Schatten bedrohlicher Realitäten. Am besten man nimmt sich gleich selber einen Anwalt. Der beste Anwalt des Lebens, den ich kenne, heißt Jesus Christus. Zu den Dingen dieser Tage spricht er: „seht zu und erschreckt nicht! Passt auf, keine Panik! Haltet treu durch!“ Die Titanic sank unter anderem, weil deren Erbauer billige Nieten verwendet hatten, kein ausreichend qualitativ hochwertiges Material, um die Stahlplatten zusammenzuhalten und eisbergkollisionstauglich zu machen. Was hält unser Leben zusammen? Unsere Welt liegt in Geburtswehen. Tief im Herzen spüren wir, dass es nicht so weiter gehen kann und eine neue Welt kommen muss. Gott hat all die Schmerzen dieser Welt diagnostiziert und ein Buch über ihre Behandlung geschrieben. Wir können ihm vertrauen, dass am Ende alles gut wird, und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende…

-Stefan Harrer-

ER KOMMT….! Trotz allem!

Ja,
da steht sie wieder vor der Tür, die schönste Zeit des Jahres, so heimelig-friedlich, mit allerlei Leckerei fürs Feinkostgewölbe. Mit Glitzer, mit I-feel-betta-with-Lametta und mit all den schönen Liedern: o du knabenbringende Weihnachtszeit, Holger, Knabe im lockigen Haar, Christ der Ritter ist da. O Tannenbaum, wie grinsen deine Blätter, schallt es durch die Lüfte grober Schal. Hallojulia, still schweigt Kummer und Darm – wirklich?

Auch in diesem Corona vervirten Jahr wollten wir zusammen mit den Special Guests Steffi und Tobi Neumann zum 11. mal ein Adventskonzert der besonderen Art anbieten.

Aber ach! Wie so vieles in diesem Jahr fällt auch dieses der Pandemie zum Opfer. Es kann nicht stattfinden.

Allen, die uns gerne gehört und gesehen hätten, bieten wir daher unsere beiden CDs „Weites Land“ und „Er kommt an“ mit 17 bzw. 15 Liedern zum einmaligen Corona-Weihnachts-Sonderpreis von je 5 EUR plus Versand an. Bestellen können Sie diese unter www.vaeterband.de/kontakt.

Genießen Sie inspirierende Lieder, die nicht schweigen können von der Liebe Gottes, von der uns nichts scheiden kann, weder ein Virus, noch soziale Distanz, weder drohende Insolvenz, noch Maskenball, weder fehlendes Klopapier noch Fakenews. Als Zeichen dafür wird Gott ein Kind: er kommt an – nur für uns.

 

Auf ein Wort: #Neulich…nachts

Die Nacht ist Mutter allen Grübelns. Da lag ich also wieder – wach, in Unrast, mit Sorgen wie riesenhafte Schattenchimären, die meinen Verstand spalten, mein Herz in Ketten legen, meine Lebensenergie aufsaugen, meine Aufmerksamkeit vom Jetzt ins Damals oder Irgendwann ableiten, meinen Mut gefrieren lassen und in einer Endlosschleife das Lied spielen: „Was wäre wenn?“ Dabei ist Hilfe nahe: Dankbarkeit – das achtsame Wahrnehmen des Guten in unserem Leben, ein Schlüssel zu Glückseligkeit und Frieden. Denn es ist ein Naturgesetz, dass Sorge sich weigert, unser Herz mit der Dankbarkeit zu teilen. Untersuchungen haben zudem ergeben, dass Dankbarkeit unsere Beziehungen fördert. Sie steigert unser Einfühlvermögen und die Bereitschaft, zu vergeben, unser Selbstwertgefühl, unsere positive Sicht auf das Leben, ja gar unsere Lebensdauer und – unsere Schlafqualität. In Tablettenform wäre Dankbarkeit ein Verkaufsschlager. So müssen wir halt selber aktiv werden, um sorgenvolle durch dankbare Gedanken zu ersetzen, unser Herz zu magnetisieren, um es über unser Leben streichen zu lassen, um die vielen Gründe zur Dankbarkeit aufzusammeln: Sterndiamanten am nächtlichen Himmelszelt, wärmende Sonnenstrahlen, das Wunderwerk unseres Körpers, dass Sie diese Zeilen oder Ihr Herz in Ihrem Leben 3 Milliardenmal schlagen lässt, für die Decke der Liebe, die uns gereicht wird, genug zu essen, ein zu Hause, ein Lachen, Menschen, die zu einander stehen, für Seelensofas, Frieden, die Einheit unseres Landes … Beginnen Sie ihr eigenes Dankbarkeitstagebuch und entdecken dabei, dass es das Wichtigste nur als Geschenk gibt und sprechen laut den erleichternden Satz: ich bin nicht der Herrscher des Universums. Lesen wir darin in schweren Zeiten. Oder im Noema der Nacht. Statt all die Sorgenschäflein immer und wieder zu zählen. Vertrauen wir uns dem Hirten an, dem wahren Herrscher des Universums, dem Schenker von allem Guten und sichten und spüren unser Herz in seinem mit zwei kleinen Worten: „Danke, Gott!“

-Stefan Harrer-

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