Willkommen

Sieben Musiker und Sängerinnen aus unterschiedlichen christlichen Gemeinden und Kirchen in Esslingen und Umgebung bereichern Ihre Gemeindeveranstaltung mit populärer christlicher Musik. Auf dieser Internetseite erfahren Sie alles Wissenswerte.

Thomasmesse die zweite

Danke an Lukas für’s Einspringen an den Reglern.

Und wir freuen uns wie Bolle, dass wir die Probezeit überstanden haben und Karin nun zur Stammbesetzung zählt! Juhu!

Auf ein Wort: Good Friday Blues


All meine Zeit im Warten auf eine zweite Chance verschwendet, dass alles in Ordnung kommt. Es gibt immer einen Grund, sich nicht gut genug zu fühlen, besonders am Ende eines Tages. Ich sehne ich mich nach Zerstreuung, nach Befreiung, die alle Erinnerung versickern lässt, um leer zu werden, schwerelos und vielleicht finde ich etwas Frieden heute Nacht in den Armen eines Engels. Ich fliege davon, fort aus Dunkelheit, Kälte, der Unendlichkeit der Angst, und den Trümmern meiner stillen Träumerei, um Trost in den Armen eins Engels zu finden…“ – Verlassen. Ein verfallenes Haus am Rande der Stadt. Einst ein Hort des Lebens – wo ist es hin? Bleibt nur noch Erinnerung, die wie der Wind durch die Ritzen pfeifft. Verlassen – flüstern die Stimmen an der Tür des Waisenhauses, an der ein kleines, schmutziges Mädchen mit großen verängstigten Augen abgegeben wird, aussortiert, abgeschoben, ausgegrenzt. Verlassen. Eine ältere Frau sitzt am Weihnachtsabend im Rollstuhl und blickt in den nächtlichen Sternenhimmel. Keine Postkarte, kein Besuch, von der Familie vergessen. Verlassen. Die Mutter mit den drei Kindern, weil der Mann sich beruflich und privat verändern will und plötzlich keinen Platz mehr für Familie in seinem Leben hat. Verlassen. Nach dreißig Jahren am Fließband bekommt er das Kündigungsschreiben an die Tür seines Spinds gepinnt. Keine Verwendung mehr für ihn. Verlassen. Auf der Flucht, die Heimat zurückgelassen, entwurzelte Seele, bar Freunden und Familie, verloren im andersartig Neuen. Verlassen. Plötzlich allein, das Leben im Wanken, wie ein Erdrutsch der Sturz ins Bodenlose, verkannt, verraten und verkauft, vom Leben und den Menschen betrogen. Ohne Kraft, weiter leben zu wollen, gefühlt wertlos, einsam und – verlassen. – „So müde immer nur zielstrebig geradeaus zu gehen mit stets den Geiern und Dieben im Rücken. Der Sturm windet weiter. Und du baust weiterhin deine Lügen, die du für alles erfindest, was dir fehlt. Macht es einen Unterschied? Es ist einfacher, diesen süßen Irrsinn zu glauben, um dieser Himmel hoch jauchzenden Traurigkeit zu entkommen, die dich in die Knie zwingt. In den Armen eines Engels fliege ich davon, fort aus Dunkelheit, Kälte, der Unendlichkeit der Angst, und den Trümmern meiner stillen Träumerei, um Trost in den Armen eins Engels zu finden…“–  Ein Soldat presst seine Knie gegen seinen Unterarm und treibt einen Nagel durch die erste Hand, dann durch die andere. Schließlich beide Füße. Als die Römer das Kreuz aufrichten, platzieren sie ihn genau an der Position, an der er sterben sollte, zwischen Himmel und Erde, zwischen Menschen und Gott. Geräusche überall: spöttische Rufe, das Rasseln der Schwerter, das Stöhnen sterbender Männer. Er sagt wenig, schenkt seinen Mördern Gnade, seiner Mutter einen Sohn, bittet um etwas zu trinken. Dann senkt sich Finsternis wie ein Vorhang, unnatürlich, dunkle Nacht am hellen Tag. Der Himmel weint, das Universum trauert und er schreit! Des Himmels schönstes Geschenk an die Erde, das Lamm, das die Sünde der Welt auf sich nahm, brüllt in Schmerz. Mit letzer Kraft hebt er die schweren Augenlider, sein Haupt zu den Sternen: „Mein Gott, mein Gott warum hast du mich – verlassen?“ Dies Wort ist so schwer zu ertragen. Warum? Warum schrie Jesus Christus diese Worte? Auf ein Wort: damit wir es niemals tun müssen….

-Stefan Harrer-

Original Songtext in kursiv: Angel, Songwriter: Sarah Mclachlan © Sony/ATV Music Publishing LLC, Übertragung: Stefan Harrer

Photo by Aaron Burden on Unsplash

Nach einem schönen Gottesdienst in der Begegnungskirche

Hier das obligatorische Gruppenfoto. Mit einem bezaubernden weiblichen Gesangstrio: Tabea, Karin und Monique. Traumhaft!

Auf ein Wort: Im Land der ewigen Suche

Auch in einem neuen Jahr scheinen wir im Land der ewigen Suche zu leben, sollte man zumindest der Medienlandschaft glauben. Immer noch suchen wir schmusige Schwiegertöchter, barmherzigige Bauersfrauen, tumbe Tanzbären, naive Nacktinselnemos, trendige Topmodels, drollige Dschungelcamper, kulinarische Kochgurus und immer wieder gern den quotalen Quizzkönig. Warum will uns einfach die Kür eines nachrangigen Nationalbarden nicht gelingen, obwohl sich wöchentlich Tausende Freiwillige als möglich Möchtegernprominenzmärtyrer anbieten? Gerade wenn man denkt, dass der passende Heilsbringer gefunden ist, wird schon die nächste Suche gestartet. Liegt unsere dauerhaft blindwütige Orientierungslosigkeit an unserer nationalen Landeslenkung, die selber alle 4 Jahre mit aufwändig großem Casting und Votig gewählt wird, um hernach auf der Suche nach einem zukunftsorientierten Weg im Stillstand zu verharren? Oder liegt es an uns Indianer vom Stamme der „die-nie-ankommen-trotz-angestrengt-anhaltender Bewegung“ für die das Ziel nicht mehr das Ziel ist, sondern der Weg und die im Zweifelsfall lieber Tante Google befragen a la: habe mich ein bisschen mit Google Maps durch die die Stadt geklickt – Sonntagsspaziergang erledigt. Auf ein Wort: mit welcher Suche sind wir in dieses Jahr gestartet? Nach mehr Erfolg, Besitz, Reichtum, Anerkennung, Familienharmonie, Selbstverwirklichung? Hinter jeder Suche steckt eine Sehnsucht, z.B. nach Heimat, Geborgenheit, authentischer Liebe, dem wahren Leben, das verlorene Paradies. Doch tief im Herzen ahnen wir, dass kein Ding und kein Mensch, inklusive und selber, diese Sehnsucht je erfüllen wird können, dass unsere Sehnsuche über das Alltägliche, Banale, Irdische hinaus geht. Die Bibel weiß schon dieses Mysterium seit Anbeginn der Menschseins und rät uns: „Suche Frieden und jage ihm nach!“ (Psalm 34, Vers 15). Im Hebräischen spricht man von „Schalom“ und meint damit alles, was der Mensch zum Leben wirklich braucht: Frieden, Fülle des Lebens, Wohlbefinden, Glück, Zufriedenheit, Seelenruhe, Harmonie: alles passt zueinander, alles stimmt miteinander überein. Gott lädt uns ein, zu finden und zur Ruhe zu kommen. Jesus Christus spricht: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“ Er gibt das Leben und ist ein Freund und Liebhaber des Lebens, unvorstellbar und unermesslich, mehr als das „geliehene“, begrenzte und zerbrechliche Leben, über das wir als Menschen in der Zeit zwischen Geburt und biologischen Tod verfügen. Bei Gott ist die für uns unvorstellbare Fülle des Lebens, an die er uns schon in dieser Welt teilhaben lassen will, damit wir selbst zu Trägern des Lebens werden: „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.“ (Johannes 14,27). In diesem Sinne: fröhliches Finden!

Stefan Harrer

Nach einem Schönen Gottesdienst in der Christuskirche

Gott sei Dank war Jürgen wieder so gesundet, dass wir vollzählig spielen könnten. Schön war’s!

Thomasmesse, die erste

Dank an Anni für ihren ersten erfolgreichen Väter-Vocal-Einsatz!

Auf ein Wort: The show must go on…

„Wir leben in leeren Räumen – wofür? Verlassene Orte – was bleibt unterm Strich? Immer weiter und weiter! Weiß denn irgend jemand wonach wir alle suchen? Ein Held zu sein und doch verloren in sinnlosen Taten. Wir agieren wie Pantomimen, hinter einem Vorhang. Wer will sich das eigentlich alles noch antun? Die Show muss weiter gehen! Auch wenn mir das Herz innerlich bricht, Auch wenn mein Make-up langsam abblättert.“ – Der letzte Song auf dem letzten Studioalbum der erfolgreichen Band Queen – wie ein Vermächtnis. Ihr Frontmann Freddie Mercury, einer der erfolgreichsten Musiker des letzten Jahrhunderts. Kraftstrotzend und schier unersättlich hetzt Farrokh Bulsara, so sein Taufname, durch die Pophistorie. Queen, eine intelligente Band, mit Hochschulabschlüssen der Mitglieder und einer atemberaubenden Stilvielfalt. In Rio treten sie vor über 325.000 Fans auf. Freddie schien, als hätte er den Erfolg gepachtet, immer im Rampenlicht vor surrender Kamera. Für eine einzige Party gab er mehr als 50.000 Pfund aus. Nach wilden Exzessen zahlt er den Tribut für sein ausschweifendes Leben und stirbt 1991 an Aids. Einen Monat vor seinem Tod kommt „The show must go on“ als Single auf den Markt, in einer Zeit, als die Band mindestens ebensolche Popularität genießt wie Königin Elisabeth. – „Was auch passiert, ich nehme es, wie es kommt. Egal, ob Liebesleid oder eine weitere unerfüllte Sehnsucht. Immer weiter und weiter. Nicht mehr lange, und ich werde nicht mehr da sein. Draußen bricht gerade der neue Tag an, aber mitten in der Dunkelheit sehne ich mich danach frei zu sein. Die Show muss weiter gehen!“ – Kurz vor seinem Ende beschreibt Freddie Mercury in diesem Song seine Gefühlswelt offen und ehrlich. Er sucht den Sinn des Lebens und flüchtet sich in eine pseudo-hoffnungsvolle Botschaft: die Show muss weitergehen! Wer das Lied hört, spürt die Intensität und Gewalt, die er angesichts seines nahen Todes in die Stimme legt. Sein Lebensinhalt war es, sich für die Öffentlichkeit immer ins rechte Licht zu rücken, ganz oben zu schwimmen. Plötzlich schien ihm sein Leben nur noch sinnlos: eine Rolle in einer Show, das Make-up blättert ab. „Leere Räume“, „verlassene Orte“. Seine unheilbare Krankheit war die Folge seines pompösen Lebensrausches. Ohne Freddie Mercury hat Queen nie wieder einen Charterfolg gelandet. – „Meine Seele, bunt, wie die Flügel eines Schmetterlings. Seht her, ich kann fliegen, meine Freunde! Ich muss einfach den Willen haben, weiter zu machen. Weiter, einfach weiter mit der Show!“ – Weiter, einfach immer weiter? Auf ein Wort: welche Show spielen wir? Sind wir auch gefangen in unserem Suchen, unsern Süchten und Sehnsüchten? Gibt es jemand, der uns sagen kann, wofür wir leben? Ich denke schon. Die Bibel rät uns, unseren Frieden mit unserem Leben zu machen: „Suche Frieden und jage ihm nach!“ (Psalm 34,15) –  Schalom! Unversehrtheit, Heil, Gesundheit, Wohlfahrt, Sicherheit, Frieden und seelenruhige Harmonie zu finden, einen Friedenspakt („Pax“) mit unsrem Leben in klaren Grundsätzen zu schließen. Einen Schutzwall aus Freundschaft und Freiheit um unser Leben zu errichten, damit ein Raum der Liebe in Einklang mit uns und der Schöpfung entsteht, in dem die Harmonie des Paradieses als unsere Lebensmelodie aufklingt. – Jesus Christus spricht: „Wer aber von dem lebendigen Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten.“ (Johannes 4,13-14).

Songtext von The Show Must Go On © Sony/ATV Music Publishing LLC, Songwriter: Roger Taylor / John Deacon / Brian May / Freddie Mercury, Übertragung: Stefan Harrer

Auf ein Wort: Eat, Work, Sleep, Repeat

In unserer schnelllebigen Zeit ist die Halbwertszeit von guten Vorsätzen für ein neues Jahr so kurz wie nie. Gerade ist der Silvesterfeuerwerksfeinstaubnebel verraucht und die Erinnerung ist noch frisch an die guten Gründe, aus denen man etwas in seinem Leben verändern will. Aber in einer Woche sieht es wahrscheinlich schon wieder ganz anders aus. Was ist aus unserer „Guten-Vorsatz-Liste“ geworden? 1. Früher ins Bett gehen 2. Mein Leben komplett umkrempeln und aufräumen. 3. Weniger Zeit im Internet verbringen 4. Mehr Sport machen und 3 mal Joggen pro Woche 5. Mama regelmäßig anrufen. 6. Zahnarzttermin machen 7. Pünktlich sein 8. Gesünder essen, selber kochen 9. Mehr Zeit für das, was wichtig ist 10. Sich selbst und das Leben nicht immer so ernst zu nehmen. – Wahrscheinlich so etwas wie: 1. Vor 24 Uhr ins Bett gehen 2. Mein Zimmer aufräumen und in den Schränken verstecken 3. Mehr Zeit im Internet verbringen 4. Eine Fitness-App auf dem Smartphone installiert und 1 x Monat joggen 5. Mama mal anrufen 6. Lernen mit Schmerz umzugehen 7. Freunde, die es stört, nicht mehr treffen 8. Bestellen 9. Irgendwann irgendetwas ausprobieren – startet nächsten Montag 10. Ich brauche keine guten Vorsätze. Ich bin mit den schlechten noch gar nicht durch. OK, wenn schon nicht selber gestalten, bleibt uns also wieder nichts weiter, als auf unsere Ambiguitätstoleranz zu hoffen, ungewisse, unerwartete, ungereimte Situationen mutig zu ertragen. Denn unser Leben ist paradox: wie war das noch mit dem Schild auf der Wiese: „Betreten der Wiese verboten“ – Wie kam es dorthin? Oder der Windows-Aufforderung: „Wenn Ihre Tastatur nicht mehr reagiert, drücken Sie die Escape-Taste.“ Oder: je mehr Käse, desto mehr Löcher; je mehr Löcher, desto weniger Käse. Also je mehr Käse, desto weniger Käse? Und überhaupt: das einzig Beständige im Leben ist die Veränderung. Auf ein Wort : ich empfehle im neuen Jahr etwas mehr gelassene Heiterkeit, wie sie der US-amerikanische Theologe Reinhold Niebuhr auf den Punkt bringt: „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden. Die Geduld, mit Veränderungen, die ihre Zeit brauchen, und Wertschätzung für alles, was ich habe. Toleranz gegenüber jenen, mit anderen Schwierigkeiten und die Kraft, aufzustehen und es wieder zu versuchen.“ Bleiben wir auch 2019 heiter und gelassen, denn auch in diesem Jahr hält die Liebe Gottes beste Geborgenheit für unsere Seele bereit, wenn die Nöte des Lebens uns bedrängen, wenn erschreckende Ereignisse hereinbrechen und die Furcht wächst oder wir selber nicht Wort halten: „Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.“ (Psalm 91, 11). Behütet gehen wir leichter und zuversichtlicher los. Auf den holprigen Wegen und den Schnellstraßen unseres Lebens, um in der Spur zu bleiben auf unserer Reise in das das helle und weite Land der Zukunft…

-Stefan Harrer-

unsplash-logoMARK ADRIANE

Auf ein Wort: Das Gesicht Gottes

Das Gesicht Gottes

Advent, Weihnachten – ich liebe es! Glöckchenklang, Lebkuchenduft, Kerzenschein, strahlende Kinderaugen, die Luft voller Sehnen und Lieder, fröhliches Tummeln auf Weihnachtsmarkt & Co. tanzende Schneeflocken (zumindest in meiner Schneekugel), leuchtende Tannen-bäume, Harmonie und Kaminfeuer… – nicht weil das Advent wäre, sondern weil wir irgendwann in dieser Zeit die richtigen Fragen stellen. Ja, unsere Welt ist voller Fragen, wie z.B.: Dürfen Vegetarier Schmetterlinge im Bauch haben? Heißen Teig­waren Teig­waren, weil sie vorher Teig waren? Warum ist Wintereinbruch nicht strafbar? Ist eine Gesichtscreme, die 20 Jahre jünger macht, lebensgefährlich, wenn man erst 19 Jahre alt ist? Darf man in einem Wein­keller auch mal lachen? Und wo bleibt man eigentlich, wenn man sich verschluckt? Schaut man auch in Schulaufsätzen dieser Tage, merkt man schnell, dass Antworten Not täten, z.B. im Fach Religion. Frage: was wird am 31. Oktober in manchen Bundesländern gefeiert? Antwort: Der Informationstag zum Gedenken an die Opfer des Terroranschlags der 95 Prothesen von Luther Matthäus, der sagte der Papst als oberster Primat von Rom ist nicht die höchste Gewalt in der Küche. Oder: Wie geht die Weihnachtsgeschichte? Abraham und Eva waren auf der Suche nach einer Jugendherberge, weil der Herr Odes hinter ihnen her war. Da fanden Sie eine Scheune in Bruchtal, wo Jesus Christoph zur Welt kam. Nach dem der Kündigungsengel weg war, kamen 3 eilige Könige und brachten Geld, Weißkraut und Möhren vorbei. So steht es im neuen Temperament…Die Adventszeit lädt ein, Fragen zu stellen – und Antworten zu finden. Fragen, wie: worum geht es bei diesem Kind in der Krippe eigentlich und was hat das mit mir zu tun? Warum feiern wir Advent? Dies hat bereits einst ein Münchner Forschungsinstitut in einer Umfrage unter 700 Kindern getan. Hier ein paar interessante Antworten: „Weil es immer so gemacht wurde“, „damit es Winter wird“, „weil dann Oma kommt“, „damit die Geschäfte mehr verkaufen“, „damit man sich in der Familie mal wieder sieht“, „wegen der Stimmung“.Wie sehen unsere Fragen im Fluss dieser Tage unserer wirren Welt aus? Denken Sie gerade an die Arbeitsstelle, die Sie nicht behalten können? Den Tumor, der bei Ihnen gefunden wurde? Die Ehe, die Sie nicht retten konnten? Dem Chef, dem Sie nichts recht machen können? Geht es Ihnen wie dem kleine Jungen, der in der Weihnachtsgeschichte den Engel spielen und nur sagen sollte: „Ich bin‘s! Habt keine Angst!“ Und als es soweit war, nur hervorbrachte: „I bims und ich habe Angst!“..

Bethlehem, zur Zeitenwende: Eine junge Frau, ausgelaugt, kraftlos, übermüdet, viele Kilometer von ihrer Familie und ihrem eigenen Bett entfernt. Die letzten Tage hatte sie auf überfüllten, verstaubten Straßen bei winterlicher Kälte verbracht, fast ohne Geld, ohne warme Mahlzeit, weit, weit weg von ihren Freunden, mit nagendem Schmerz in ihrem Herzen. Gern hätte sie ihr Kind unter normalen Umständen zur Welt gebracht. Aber schwanger vor der Hochzeit und nicht von dem Mann, den sie heiraten sollte? Keiner glaubte ihre bizarren Erklärungsversuche. Dennoch hielt ihr Mann zu ihr. Ein Wunder. Genau wie die Geburt ihres Erstgeborenen in dieser armseligen Unterkunft, auf Stroh, mit Kühen als Zeugen und ihrem Mann als Hebamme. Maria stellte sich einst auch dieselben Fragen, bis sie, todmüde und in Schmerzen, ihr Kind in Armen hielt. Bis der, der mit seinen Füßen die Himmel durschritten hatte, um die Sterne ans Himmelszelt zu hängen mit seiner kleinen Hand ihren Finger hält. Leise flüsterte sie: „so sieht also Gott aus…“ Inmitten dieses Chaos wird eine Hoffnung geboren. Eine Zusage, die durch unser ganzes Leben tragen kann: Gott wurde Mensch, um zu erleben und zu fühlen, was wir durchmachen, um uns zu trösten, zu helfen, zu retten. Blicken wir dorthin, wohin Maria einst blickte – in das Gesicht dessen, der für uns kam: Jesus Christus.

– Stefan Harrer

Advent Advent

Wir blicken zurück auf ein tolles Väter-Innen-Jahr 2018. Viele schöne Gottesdienste, ein Benefizkonzert mit dem wir die Kinderstiftung Esslingen-Nürtingen unterstützt haben und schließlich die Krönung des Jahres, das 9. Adventskonzert in der Esslinger Stadtkirche! Das war der Hammer! Insbesondere die durch die Neumann-Geschwister gestärkte Sangesfraktion begeisterte die gut gefüllte Kathedrale. Dafür sind wir dankbar!

Dank an Jürgen Kapitan für die Fotos

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