alles anders?

Ein Hoffnungsstreifen am Horizont: unser Hairport macht bald wieder auf und auch sonst zeigen die Indizes in Richtung Lockerung. Trotzdem keimt in uns die Erkenntnis, unser Leben wird niemals mehr so sein wie einst, weil wir durch mannigfaltige Beschränkung gezwungen waren, vieles das lebensnotwendig und unverzichtbar schien, neu zu bewerten und zu beleuchten. Wollen wir also wirklich wieder auf überfüllte Rockkonzerte, wo alte Männer laut lärmend alte Lieder spielen, die jeder schon kennt? Wollen wir die mühsam auf Enthaltsamkeit getrimmten Jugendlichen wieder auf die Öffentlichkeit loslassen, wo sie sich gerade an eine verpixelte Homeschoolingrealität gewöhnt haben? Wollen wir wieder überbordende Volksfeste maßloser Schluckimpfung schunkelselig feiern? Wollen wir wieder in ein volles Kino, eingeklemmt zwischen Fremden und hinter einem baumlangen, ganzkörpertätowierten Typ, der lautstark mampfend das Krustimeter zum Vollausschlag bringt? Wollen wir uns in einer vom Luftdruck zusammengepressten Metallröhre durch den Himmel schießen lassen, in der die Plätze für Menschen mit nur einer Gesäßhälfte gemacht sind, um beim Landen zu klatschen, als wäre Überleben nicht im Flugpreis inbegriffen? Ich denke wir wollen es, weil wir Menschen so sind, übergriffige, mitunter zu Distanzlosigkeit neigende, leicht zu laute Lebewesen, die oft nicht ohne einander und miteinander können. Dennoch sollten wir das Momentum der Pandemie nicht verpuffen lassen, unser Leben zu entrümpeln, zu verändern, zu hinterfragen: soll alles so bleiben oder kann etwas weg? Vor über 2000 Jahren sandte Gott seinen Sohn in diese Welt, um uns bei dieser Sinnfrage zu helfen, als Zeichen seiner Liebe für uns bruchstückhafte Menschen, um uns lohnendes Leben vorzuleben, das nach Hause führt. Vielen Menschen bleibt es heute ein Rätsel, wie jemand in der aufgeklärten Zeit noch an Gott glauben kann und finden doch selber keine Stillung ihrer inneren Sehnsuchtsstürme: das Verlangen nach Freiheit, nach Seelenfrieden, nach Vergebung. Auch die engsten Freunde von Jesus konnten diese Frage erst nach vielen tiefgreifenden Erlebnissen und so gewonnener Gewissheit beantworten, dass Jesus den Menschen Vergebung, Rettung, Heil und Frieden und den Zugang zu Gott schenken kann. Probieren wir es aus in den nächsten 40 Wegetagen Richtung Ostern und entdecken dabei ganz neu: bei Anruf Gott….

-Stefan Harrer-

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