Auf ein Wort: The show must go on…

„Wir leben in leeren Räumen – wofür? Verlassene Orte – was bleibt unterm Strich? Immer weiter und weiter! Weiß denn irgend jemand wonach wir alle suchen? Ein Held zu sein und doch verloren in sinnlosen Taten. Wir agieren wie Pantomimen, hinter einem Vorhang. Wer will sich das eigentlich alles noch antun? Die Show muss weiter gehen! Auch wenn mir das Herz innerlich bricht, Auch wenn mein Make-up langsam abblättert.“ – Der letzte Song auf dem letzten Studioalbum der erfolgreichen Band Queen – wie ein Vermächtnis. Ihr Frontmann Freddie Mercury, einer der erfolgreichsten Musiker des letzten Jahrhunderts. Kraftstrotzend und schier unersättlich hetzt Farrokh Bulsara, so sein Taufname, durch die Pophistorie. Queen, eine intelligente Band, mit Hochschulabschlüssen der Mitglieder und einer atemberaubenden Stilvielfalt. In Rio treten sie vor über 325.000 Fans auf. Freddie schien, als hätte er den Erfolg gepachtet, immer im Rampenlicht vor surrender Kamera. Für eine einzige Party gab er mehr als 50.000 Pfund aus. Nach wilden Exzessen zahlt er den Tribut für sein ausschweifendes Leben und stirbt 1991 an Aids. Einen Monat vor seinem Tod kommt „The show must go on“ als Single auf den Markt, in einer Zeit, als die Band mindestens ebensolche Popularität genießt wie Königin Elisabeth. – „Was auch passiert, ich nehme es, wie es kommt. Egal, ob Liebesleid oder eine weitere unerfüllte Sehnsucht. Immer weiter und weiter. Nicht mehr lange, und ich werde nicht mehr da sein. Draußen bricht gerade der neue Tag an, aber mitten in der Dunkelheit sehne ich mich danach frei zu sein. Die Show muss weiter gehen!“ – Kurz vor seinem Ende beschreibt Freddie Mercury in diesem Song seine Gefühlswelt offen und ehrlich. Er sucht den Sinn des Lebens und flüchtet sich in eine pseudo-hoffnungsvolle Botschaft: die Show muss weitergehen! Wer das Lied hört, spürt die Intensität und Gewalt, die er angesichts seines nahen Todes in die Stimme legt. Sein Lebensinhalt war es, sich für die Öffentlichkeit immer ins rechte Licht zu rücken, ganz oben zu schwimmen. Plötzlich schien ihm sein Leben nur noch sinnlos: eine Rolle in einer Show, das Make-up blättert ab. „Leere Räume“, „verlassene Orte“. Seine unheilbare Krankheit war die Folge seines pompösen Lebensrausches. Ohne Freddie Mercury hat Queen nie wieder einen Charterfolg gelandet. – „Meine Seele, bunt, wie die Flügel eines Schmetterlings. Seht her, ich kann fliegen, meine Freunde! Ich muss einfach den Willen haben, weiter zu machen. Weiter, einfach weiter mit der Show!“ – Weiter, einfach immer weiter? Auf ein Wort: welche Show spielen wir? Sind wir auch gefangen in unserem Suchen, unsern Süchten und Sehnsüchten? Gibt es jemand, der uns sagen kann, wofür wir leben? Ich denke schon. Die Bibel rät uns, unseren Frieden mit unserem Leben zu machen: „Suche Frieden und jage ihm nach!“ (Psalm 34,15) –  Schalom! Unversehrtheit, Heil, Gesundheit, Wohlfahrt, Sicherheit, Frieden und seelenruhige Harmonie zu finden, einen Friedenspakt („Pax“) mit unsrem Leben in klaren Grundsätzen zu schließen. Einen Schutzwall aus Freundschaft und Freiheit um unser Leben zu errichten, damit ein Raum der Liebe in Einklang mit uns und der Schöpfung entsteht, in dem die Harmonie des Paradieses als unsere Lebensmelodie aufklingt. – Jesus Christus spricht: „Wer aber von dem lebendigen Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten.“ (Johannes 4,13-14).

Songtext von The Show Must Go On © Sony/ATV Music Publishing LLC, Songwriter: Roger Taylor / John Deacon / Brian May / Freddie Mercury, Übertragung: Stefan Harrer

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