Auf ein Wort: Wind of Change

Wind. In vielen Musiktiteln wird dieses Phänomen sonnenbewegter Luftmasse besungen, das Drachen steigen lassen, Bäume schütteln, Haare zerzausen und um die Häuser pfeifen kann. So wie wir als Kinder des Morgens damals das Lied der Scorpions „Wind of Change“ ins Angesicht der Zeit tiriliert haben. Denn der Wind, der alte Musikant, hat uns ein Lied erzählt, dass nichts bleiben muss, wie es ist. Alle menschliche Anstrengung, Kraft, Energie wird ihn nie fassen, sondern er weht fast wie durch ein Wunder und mit einer gewissen Leichtigkeit und Freiheit den Staub von aller Geschichte, um aus mutlosen und zögerlichen, einfachen Menschen Begeisterte zu machen, sie zu einen und Sprach- und Kulturbarrieren zu überwinden. Das hebräische Wort für Geist bedeutet ursprünglich „Wind, Hauch“. Der Geist Gottes ist die Kraft, die von Gott ausgeht, Leben schafft und erhält, damit wir in seinem Wehen Begeisterung und Hoffnung, Schwung und Tanz, neuen Mut und Leichtigkeit, Muße und Seelenruhe erfahren wider die Schwermut und das Anstrengende in unserem Leben dieser Tage. Auf dass wir den Motor Gottes perpetuum mobile spüren: Liebe. Heute und alle Tage, zuversichtlich, voll Freude, aufrecht gehend, ohne Hochmut, jedem die Hand reichend, ohne Hintergedanken, im Namen Gottes Kinder, überall, eins und einig, als seine Phantasten, von zartem Gemüt, fassungsloser Großzügigkeit und von leichtem Geist. Am Anfang war alles wüst und leer, „Tohuwabohu“ nennt die hebräische Bibel dieses Chaos. Noch ist nichts erschaffen. Mit einer Ausnahme: da schwebt etwas über dem Chaos. Der Windhauch Gottes, spürbar, hörbar. Das Chaos wird kein Chaos mehr bleiben. Ein guter Anfang. Ein bunter Vogel der Hoffnung, Freude und Kraft für alle Zeiten. Der Wind hat einen Namen: Gottes Geist weht. Setzen wir unsere Segel und singen sein Lied…

-Stefan Harrer-

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