Willkommen

Sieben Musiker und Sängerinnen aus unterschiedlichen christlichen Gemeinden und Kirchen in Esslingen und Umgebung bereichern Ihre Gemeindeveranstaltung mit populärer christlicher Musik. Auf dieser Internetseite erfahren Sie alles Wissenswerte.

Auf ein Wort: God is my Rock

„Schaffa, schaffa, Häusle baue…“. Wer in unseren Lebensbreiten wohnt, kann sich diesem indigenen Mantra nicht entziehen. Doch will für diese Investition unseres Lebens einiges bedacht sein. Finanzierung, Unterlagen, Sanierungsbedarf, Bezahlungsmodalitäten. So sollte man auch bei einer Besichtigung mit den richtigen Fragen ruhig mit der Tür ins Haus fallen. Zum Beispiel: Ist das Haus datensicher? Gut, zur Not kann man noch Briefkasten, Klingel und Hausnummer abschrauben. Ist das Umfeld für Mann und Kinder interessant? Denn ist der Mann erst aus dem Haus, sieht der Tag schon besser aus und Putzen, wenn alle Kinder im Haus,sind, ist wie Zähneputzen mit einem Nutellabrot im Mund. Zudem  erfreuen sich Frauen auch hin und wieder emotionaler Räume wie einem Weinkeller. Ist das Haus zu nah am Waser gebaut? Jeder Fischer weiß, dass ein Haus, zu nah am Wasser gebaut, oft ein Leben zwischen Tür und Angel bedeutet. Ist das Haus hellhörig? Hinter Hansens Hirtenhaus hab ich hundert Hasen husten hören. Und noch so ein schwäbisches Sinnwort: „D’Häuser schderbed net, aber d’Leit“. Gott bietet uns seine Hilfe für die Baustelle unseres Lebens an und lädt uns ein, auf ihn als ein starkes Betonfundament, zu bauen. Als Schöpfer von Himmel und Erde inklusive uns. Keine schlechte Option, finde ich,  den Architekten des Universums in sein Leben mit einzubinden, um sich nicht um Haus und Hof zu bringen. Natürlich können wir aber ohne Fundament bauen, direkt auf die Erde unseres eigenen Könnens. Aber was, wenn die eigene Stärke einmal nicht mehr da ist, wenn ich mich selbst nicht mehr(er-) tragen kann? Wenn Lebensstürme an unserem Haus rütteln, finden wir Trost und Halt in Gott. Unser Lebenshaus wird auf Gottes Fundament für uns wie ein fest verwurzelter Baum an einer lebendigen Quelle. God is my rock – mein Fels, aber auch  meine Musik, mein Lebensgefühl, mein Herzschlag, der mich berührt, bewegt, bewahrt. Nehmen wir das gerne als Lebenshaushaltshilfe: Stein und Mörtel bauen das Haus, Geist und Liebe schmücken‘s aus, gebaut auf Gottes festen Stein, was mag das ein Singen sein?

-Stefan Harrer-

Die Väter in der Hl. Kreuz Kirche in Altbach

So langsam neigt sich die Sommerpause ihrem Ende zu und wir bereiten uns schon auf das letzte Drittel des Väter-Jahres 2019 vor. Da gibt es noch ein paar schöne Gelegenheiten, die Väterband und ihre wunderbaren Stimmen zu hören, in Gottesdiensten und schließlich, guter Tradition folgend, in unserem jährlichen Konzert am ersten Advent.

Los geht’s aber am 15. September in der katholischen Kirche zum Heiligen Kreuz in Altbach. Die feiert nämlich ihr Patronatsfest. Wir begleiten des Gottesdienst musikalisch und helfen anschließend tatkräftig beim Maultaschenessen.

Wir freuen uns zahlreichen Besuch. Und vergesst nicht, euch die Termine im Herbst vorzumerken.

Auf ein Wort: Souvenirs, Souvenirs

„Souvenirs, Souvenirs, kauft ihr, Leute, kauft sie ein. Denn sie sollen wie das Salz in der Lebenssuppe sein…“. 1959 sang Bill Ramsay diese perfiden Zeilen mit freundlicher Empfehlung der Reiseindustrie, die bis heute noch in uns nachklingen. Eulen aus Athen, Ethno-Schmuck aus Afrika, Püppchen aus Peru: unzählige Souvenirs stapeln sich in unseren Wohnungen und verstauben im Regal als Messie-Fetische. Mitbringsel aus schlechtem Gewissen, bei Geschäftsreisen hektisch am Flughafen gekauft, um der daheimgebliebenen Familie zu versichern: auch wenn ich euch ständig verlasse, bin ich in Gedanken immer bei euch. Oder Gutmenschen-Geschenke, aus Mitleid mit Straßenverkäufern gekauft, aus dem naiven Wunsch heraus, die Wirtschaft in Entwicklungsländern anzukurbeln. Konservier-Souvenirs, dem schmerzlichen Bewusstsein entsprungen, das vergängliche Glück mit unsäglichstem Kitsch als romantisches Urlaubsgefühl zu erhalten. Kalkül-Käufe, gern als Sammelbestellung zwecks günstigeren Preis im Vergleich zu Deutschland. Und all die Spontan-Souvenirs, in einem Zustand umnachteter Urlaubslaune grundlos gekauft oder einfach aufgesammelt, Schuhe, Muscheln oder Steine und Grund Nr. 1, warum Koffer am Ende einer Reise nicht mehr zugehen. Das Wort „Souvenir“ stammt aus dem Französischen und bedeutet „sich erinnern“ und nicht „sich unnützen Kram aufladen“. Denn die schönsten Andenken sind ohnehin nicht fassbar: unsere Erinnerungen als Bilder in Herz und Sinn für den Winter des Lebens. Dennoch könnten wir unseren diesjährigen Fernwehblues dazu nutzen, um uns an 2 Dinge zu erinnern. Erstens: unsere Geschichte namens Leben: keiner von uns kommt da lebend raus und mitnehmen ist nicht. Deswegen sollten wir es nicht wie ein Andenken behandeln, sondern leckeres Essen essen, in der Sonne spazieren, ins Meer springen, im Regen tanzen, mit dem Wind um die Wette laufen, die Wahrheit sagen und unser Herz auf der Zunge tragen, wenn wir fröhlich sind, unserem Gesicht Bescheid geben, albern sein, freundlich und komisch. Für nichts anderes ist jetzt Lebenszeit. Und zweitens: Gott erinnert sich jede Sekunde an uns  und gerade in diesem Augenblick, Wir sind von ihm geliebt, bedingungslos und grenzenlos, vorbehaltlos und maßlos. Und solch Liebe will erwidert werden. Er ist über alle Maßen gut zu uns, egal was die anderen denken, und solch Güte will weitegeschenkt werden. „Souvenirs Souvenirs einer großen Zeit, sind die bunten Träume unsrer Einsamkeit.“ Ich wünsche uns allen die bunten Träume einer persönlich großen Zeit – mit Gott. Schönen Urlaub!

 Songwriter: Cy Coben, Songtext von Souvenirs © BMG Rights Management

Foto: Valentimka on Pixabay

-Stefan Harrer-

MoGo Berkheim

Den Abschluss vor der Sommerpause machte zum wiederholten Mal der Motorradfahrer-Gottesdienst in Berkheim. Als Vaeterband.de sind wir ja mittlerweile MoGo Profis und so war es auch in diesem Jahr ein schöner Gottesdienst mit dem bewährt fetten Väter-Sound, abgemischt von Bernd. Großes Lob gebührt hier ausdrücklich den Gast-Stimmen Steffi Neumann und Tobi Neumann. Ebenso dem cool zurückgelehnten eingesprungenen Aushilfs-Gitarristen Claus.

Rock’n Roll Tomatoes

Rockmusik lässt Tomaten besser wachsen. Diese Empfehlung gibt der britische Tomatenzüchterverband. „Sogar Züchter, die sonst eher den Klassiksender einschalten, geben zu, dass vor allem Schlagzeug und Bässe von Nutzen sind“, sagte neulich der Verbandsvorsitzende Peter Pomodoro. „Durch die Vibrationen bei den Bässen kommen mehr Blütenpollen frei, wodurch mehr Tomatenpflanzen befruchtet werden. Dabei gelte der Grundsatz: je lauter, desto besser. Viele führende Züchter hätten schon Radios und Lautsprecher in Gewächshäusern installiert.“ Vorbild hierbei seien Schweizer Käsehersteller, die ebenso davon überzeugt sind, dass es sich definitiv auf den Geschmack eines Käses auswirkt, wenn er beim Reifen mit Musik beschallt wird. So wie der Mensch, auf Musik reagiert, scheinen Käsebakterien alles, was ein bisschen hübsch und harmonisch ist, zu mögen, sind sie schlussendlich auch biologische Wesen, die am selben Freude haben wie wir. Acht Monate lang werden z.B. Laibe des Halbhartkäses „Mutterglück“ mit Hip Hop und Led Zeppelin beschallt. – Alles Tomate, Käse oder doch nur Quatsch? Nein, Musik ist ein gewaltiger Stimulus für unser Gehirn. Musizierende Kinder lernen besser Fremdsprachen, Menschen brauchen im Alter oft länger kein Hörgerät, wenn sie Musik gemacht haben. Musiker können sich besser konzentrieren. Die Liste der nachgewiesenen, positiven Effekte ist lang. Vor allem macht Musik glücklich. Aber wann haben wir zuletzt wirklich hingehört? Musik wirkt, wenn Menschen in einer Band spielen, unter der Dusche singen oder abends Rock’n Roll tanzen. Oder mit Genuss zuhören. Musik scheint von allen Künsten die zu sein, die uns am unmittelbarsten berührt. Musik kann Menschen verändern, und mit ihnen die Welt. Musik ist die laute Stimme so vieler stiller Herzen, eine faszinierende Form der Kommunikation. Ohne Worte, Ohne Bilder: ich singe nicht weil ich glücklich bin, ich bin glücklich, weil ich singe. Schon der Reformator Martin Luther hielt sie für eine „Herrin und Regiererin des menschlichen Hertzen, die die Tiefenschichten der Seele anrührt und Glücksgefühle verleiht“, gleich welcher Provenienz wir sind. Sie findet eine Stimme für Trauer und Angst, kann aber auch unmittelbar trösten. „Ich wünschte gewiss von Herzen, dass jeder die göttliche und vortreffliche Gabe der Musik lobte und priese. Ich werde von der Menge und Größe ihrer guten Eigenschaften so überschüttet, dass ich weder Anfang, Ende noch Maß meiner Rede finden kann.“ Für Luther ist Musik eine Gottesgabe, eine „fröhliche Kreatur“. Frau Musica vermittelt uns also in erster Linie gute Erfahrungen. Sie „macht alles fröhlich überall“, sie vertreibt die Sorgen und erleichtert das Leben. Singend erleben wir uns selbst als klingende Wesen, bekommen Kontakt mit der eigenen Stimme. Das stärkt die eigene Identität, besondere Glückshormone werden freigesetzt. Das geschieht auch beim gemeinsamen Musizieren oder Singen. Deshalb:„Lasset das Wort Christi unter euch reichlich wohnen. In aller Weisheit lehret und vermahnt euch selbst mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen lieblichen (das ist tröstlichen / holdseligen / gnadenreichen) Liedern und singet dem Herrn in eurem Herzen.““ (Kolosser 3,16). Willkommen im Klang des Lebens, ein Träumen, ein Universum emotionaler Erinnerung und lebenslanger Leidenschaft, ein magischer Schlüssel zu Freude und Seelenpoesie, pures Glück ToGo. Im Singen, im Tanzen ist Musik Melodie und unsere Welt der Text dazu…

-Stefan Harrer-

Photo by Rodion Kutsaev on Unsplash

Auf ein Wort – Der Himmel steht offen


Heute gehe ich langsam, stehle der Uhr die Zeiger, lass meine Gedanken fliegen, unfokussiert weit. An meinem Lieblingsort lege ich mich ins Gras, um den Wolken zuzuschauen. Ein Schiff, ein Drache, Gesichter ziehen am Himmel vorüber, entschwinden im Blau unseres Lebensfirmaments. Doch nicht immer ist alles so fluffig, sonnig, blau. Manchmal dreht das Leben hart am Rad. Gestern war noch alles in Ordnung, heute schon geht es wieder hinunter ins Schwarze, um erneut ein Licht zu gebären, das Hoffnung verheißt, einmal wieder oben zu sein. Oben bleiben, das wollen wir Menschen mit allen Mitteln. Dafür tun wir alles, um nicht immer wieder abwärts zu müssen im stets drehenden Lebensrad. Und doch stoppen wir dieses verrückte Lebenskarussell nicht, erahnen aber die Chance, dass dessen Fliehkaft nur das bei uns lässt, was zu uns gehört, was wirklich hält. Ähnlich müssen sich einst die Jünger Jesu gefühlt haben zwischen Palmsonntag und Himmelfahrt. Dieser fröhlich-ängstliche Haufen, dem das irdische Leben keine Sorgen mehr bereiten kann, da sie den Heiland persönlich kennengelernt haben und nun wissen, dass die Auferstehung der letzte Sieg über den Tod und die Hoffnung auf das ewige Leben ist. Und dann das: „ich bin dann mal weg!“ Jesus lässt sie allein. Hält das Lebensrad nicht an. Nicht aber ohne ihnen ein Versprechen zu geben: ich bereite für euch himmlische Wohnungen vor. Ich denke an meine irdische und lächle: das wird gut! Jesus geht nicht, ohne ihnen seinen Geist zu lassen: als Helfer, Ratgeber, Tröster, Ermutiger, Anwalt, Lehrer, Erinnerer, um dareinst selber wiederzukehren, zum 2. Advent. Was hindert uns da noch, das Leben zu genießen, gnädiglich beschützt? Zu arbeiten, als würden wir das Geld nicht brauchen. Zu lieben, als hätte uns nie jemand verletzt. Zu tanzen, als würde niemand zusehen. Zu lachen, als würde es Sterne regnen. Verrückt zu sein, als gäbe es nur Freude. Zu singen, als würde niemand zuhören. Zu leben, als wäre der Himmel auf Erden, denn Jesus Christus hat Himmel und Erde vermählt. Für uns –  we matter! Gehen wir los – der Himmel steht offen…

-Stefan Harrer-

Photo by Vinícius Henrique on Unsplash

Thomasmesse die zweite

Danke an Lukas für’s Einspringen an den Reglern.

Und wir freuen uns wie Bolle, dass wir die Probezeit überstanden haben und Karin nun zur Stammbesetzung zählt! Juhu!

Auf ein Wort: Good Friday Blues


All meine Zeit im Warten auf eine zweite Chance verschwendet, dass alles in Ordnung kommt. Es gibt immer einen Grund, sich nicht gut genug zu fühlen, besonders am Ende eines Tages. Ich sehne ich mich nach Zerstreuung, nach Befreiung, die alle Erinnerung versickern lässt, um leer zu werden, schwerelos und vielleicht finde ich etwas Frieden heute Nacht in den Armen eines Engels. Ich fliege davon, fort aus Dunkelheit, Kälte, der Unendlichkeit der Angst, und den Trümmern meiner stillen Träumerei, um Trost in den Armen eins Engels zu finden…“ – Verlassen. Ein verfallenes Haus am Rande der Stadt. Einst ein Hort des Lebens – wo ist es hin? Bleibt nur noch Erinnerung, die wie der Wind durch die Ritzen pfeifft. Verlassen – flüstern die Stimmen an der Tür des Waisenhauses, an der ein kleines, schmutziges Mädchen mit großen verängstigten Augen abgegeben wird, aussortiert, abgeschoben, ausgegrenzt. Verlassen. Eine ältere Frau sitzt am Weihnachtsabend im Rollstuhl und blickt in den nächtlichen Sternenhimmel. Keine Postkarte, kein Besuch, von der Familie vergessen. Verlassen. Die Mutter mit den drei Kindern, weil der Mann sich beruflich und privat verändern will und plötzlich keinen Platz mehr für Familie in seinem Leben hat. Verlassen. Nach dreißig Jahren am Fließband bekommt er das Kündigungsschreiben an die Tür seines Spinds gepinnt. Keine Verwendung mehr für ihn. Verlassen. Auf der Flucht, die Heimat zurückgelassen, entwurzelte Seele, bar Freunden und Familie, verloren im andersartig Neuen. Verlassen. Plötzlich allein, das Leben im Wanken, wie ein Erdrutsch der Sturz ins Bodenlose, verkannt, verraten und verkauft, vom Leben und den Menschen betrogen. Ohne Kraft, weiter leben zu wollen, gefühlt wertlos, einsam und – verlassen. – „So müde immer nur zielstrebig geradeaus zu gehen mit stets den Geiern und Dieben im Rücken. Der Sturm windet weiter. Und du baust weiterhin deine Lügen, die du für alles erfindest, was dir fehlt. Macht es einen Unterschied? Es ist einfacher, diesen süßen Irrsinn zu glauben, um dieser Himmel hoch jauchzenden Traurigkeit zu entkommen, die dich in die Knie zwingt. In den Armen eines Engels fliege ich davon, fort aus Dunkelheit, Kälte, der Unendlichkeit der Angst, und den Trümmern meiner stillen Träumerei, um Trost in den Armen eins Engels zu finden…“–  Ein Soldat presst seine Knie gegen seinen Unterarm und treibt einen Nagel durch die erste Hand, dann durch die andere. Schließlich beide Füße. Als die Römer das Kreuz aufrichten, platzieren sie ihn genau an der Position, an der er sterben sollte, zwischen Himmel und Erde, zwischen Menschen und Gott. Geräusche überall: spöttische Rufe, das Rasseln der Schwerter, das Stöhnen sterbender Männer. Er sagt wenig, schenkt seinen Mördern Gnade, seiner Mutter einen Sohn, bittet um etwas zu trinken. Dann senkt sich Finsternis wie ein Vorhang, unnatürlich, dunkle Nacht am hellen Tag. Der Himmel weint, das Universum trauert und er schreit! Des Himmels schönstes Geschenk an die Erde, das Lamm, das die Sünde der Welt auf sich nahm, brüllt in Schmerz. Mit letzer Kraft hebt er die schweren Augenlider, sein Haupt zu den Sternen: „Mein Gott, mein Gott warum hast du mich – verlassen?“ Dies Wort ist so schwer zu ertragen. Warum? Warum schrie Jesus Christus diese Worte? Auf ein Wort: damit wir es niemals tun müssen….

-Stefan Harrer-

Original Songtext in kursiv: Angel, Songwriter: Sarah Mclachlan © Sony/ATV Music Publishing LLC, Übertragung: Stefan Harrer

Photo by Aaron Burden on Unsplash

Nach einem schönen Gottesdienst in der Begegnungskirche

Hier das obligatorische Gruppenfoto. Mit einem bezaubernden weiblichen Gesangstrio: Tabea, Karin und Monique. Traumhaft!

Auf ein Wort: Im Land der ewigen Suche

Auch in einem neuen Jahr scheinen wir im Land der ewigen Suche zu leben, sollte man zumindest der Medienlandschaft glauben. Immer noch suchen wir schmusige Schwiegertöchter, barmherzigige Bauersfrauen, tumbe Tanzbären, naive Nacktinselnemos, trendige Topmodels, drollige Dschungelcamper, kulinarische Kochgurus und immer wieder gern den quotalen Quizzkönig. Warum will uns einfach die Kür eines nachrangigen Nationalbarden nicht gelingen, obwohl sich wöchentlich Tausende Freiwillige als möglich Möchtegernprominenzmärtyrer anbieten? Gerade wenn man denkt, dass der passende Heilsbringer gefunden ist, wird schon die nächste Suche gestartet. Liegt unsere dauerhaft blindwütige Orientierungslosigkeit an unserer nationalen Landeslenkung, die selber alle 4 Jahre mit aufwändig großem Casting und Votig gewählt wird, um hernach auf der Suche nach einem zukunftsorientierten Weg im Stillstand zu verharren? Oder liegt es an uns Indianer vom Stamme der „die-nie-ankommen-trotz-angestrengt-anhaltender Bewegung“ für die das Ziel nicht mehr das Ziel ist, sondern der Weg und die im Zweifelsfall lieber Tante Google befragen a la: habe mich ein bisschen mit Google Maps durch die die Stadt geklickt – Sonntagsspaziergang erledigt. Auf ein Wort: mit welcher Suche sind wir in dieses Jahr gestartet? Nach mehr Erfolg, Besitz, Reichtum, Anerkennung, Familienharmonie, Selbstverwirklichung? Hinter jeder Suche steckt eine Sehnsucht, z.B. nach Heimat, Geborgenheit, authentischer Liebe, dem wahren Leben, das verlorene Paradies. Doch tief im Herzen ahnen wir, dass kein Ding und kein Mensch, inklusive und selber, diese Sehnsucht je erfüllen wird können, dass unsere Sehnsuche über das Alltägliche, Banale, Irdische hinaus geht. Die Bibel weiß schon dieses Mysterium seit Anbeginn der Menschseins und rät uns: „Suche Frieden und jage ihm nach!“ (Psalm 34, Vers 15). Im Hebräischen spricht man von „Schalom“ und meint damit alles, was der Mensch zum Leben wirklich braucht: Frieden, Fülle des Lebens, Wohlbefinden, Glück, Zufriedenheit, Seelenruhe, Harmonie: alles passt zueinander, alles stimmt miteinander überein. Gott lädt uns ein, zu finden und zur Ruhe zu kommen. Jesus Christus spricht: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“ Er gibt das Leben und ist ein Freund und Liebhaber des Lebens, unvorstellbar und unermesslich, mehr als das „geliehene“, begrenzte und zerbrechliche Leben, über das wir als Menschen in der Zeit zwischen Geburt und biologischen Tod verfügen. Bei Gott ist die für uns unvorstellbare Fülle des Lebens, an die er uns schon in dieser Welt teilhaben lassen will, damit wir selbst zu Trägern des Lebens werden: „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.“ (Johannes 14,27). In diesem Sinne: fröhliches Finden!

Stefan Harrer

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